Herzlich willkommen,

mein Name ist Yasmin Shabani. Ich bin in Dubai geboren und dort aufgewachsen. Dubai ist eine Stadt der Geschwindigkeit, der Ambition, des unternehmerischen Mutes und der endlosen Möglichkeiten. Wer dort groß wird, lernt früh, groß zu denken. Glanz und Tempo gehörten zum Alltag, ebenso wie Internationalität. Menschen aus aller Welt, Sprachen, Perspektiven. Dubai hat mir Weite gegeben: Im Denken, im Anspruch und im Selbstverständnis.

Nach der Schule führte mich mein Weg nach Jordanien an die Deutsch-Jordanische Universität. Dort änderte sich mein Blick. Plötzlich gab es Grenzen, die spürbar wurden. Autofahrten endeten an Schlagbäumen, Bewegung war erklärungsbedürftig, nicht selbstverständlich. Diese Jahre haben mein Verständnis dafür geprägt, wie eng Freiheit, Mobilität und politische Rahmenbedingungen miteinander verbunden sind.

2016 kam ich nach Deutschland, zunächst für meinen Master in International Management. Begleitet wurde dieser Schritt von der Begabtenförderung der Hanns-Seidel-Stiftung. Die ersten Jahre waren leise, grau und unspektakulär – und genau darin lag ihre Kraft. Freiheit zeigte sich nicht als großes Versprechen, sondern als Alltag: in funktionierenden Systemen, in Verlässlichkeit, in einem kleinen Stempel mit großer Wirkung – Schengen.

In Zahlen

Jahre Weltbürgerin
verschiedene Sprachen
Stipendien
Länder besucht
vergangene Wohnorte
Jahre in Dubai
Interessen

Europa habe ich nicht als Idee kennengelernt, sondern als Bewegung. Als Möglichkeit, zu studieren, zu arbeiten, umzuziehen, ohne ständig erklären zu müssen, warum. Reisen ohne Reibung, Kommunikation ohne Barrieren. Drei Sprachen begleiten mich dabei bis heute: Deutsch, Englisch und Arabisch – Werkzeuge, aber auch Brücken.

Beruflich begann mein Weg in der privaten Wirtschaft. Als Senior Recruitment Consultant habe ich Unternehmen bei der Besetzung von Schlüsselpositionen begleitet und den Fachkräftemangel aus nächster Nähe erlebt. Später habe ich im Rahmen des EXIST-Women-Stipendiums mein eigenes Unternehmen gegründet. Unternehmertum hat mir gezeigt, wie sich Verantwortung anfühlt, wenn Entscheidungen nicht delegiert werden können – und wie entscheidend funktionierende Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln sind.

Testimonials

Heute arbeite ich in einer Bundesbehörde in der Arbeitsmarktberatung. Ich begleite Unternehmen bei Fachkräftefragen, Transformation und strukturellem Wandel, berate zu Fördermitteln und setze arbeitsmarktpolitische Instrumente in die Praxis um. Ich arbeite dort, wo politische Entscheidungen konkret werden – und wo sich zeigt, ob Systeme tragen oder nur verwalten.

Meine Heimat habe ich mir bewusst ausgesucht: Mannheim. Keine Hochglanzstadt, sondern ein ehrlicher Ort. Laut, vielfältig, manchmal kantig. Eine Stadt, in der Sprachen selbstverständlich nebeneinander existieren und Herkunft selten erklärt werden muss. Mannheim ist mein Anker in einem Raum, der von Bewegung lebt.

Mein ehrenamtliches Engagement ist Ausdruck dessen, was mir wichtig ist: Als Sprecherin des Mannheimer Frauenbündnisses arbeite ich mit engagierten Frauen daran, Erfahrungen sichtbar zu machen und Zukunft gemeinsam zu gestalten. Als Referentin bei Kultur der Religionen e.V. setze ich mich im interreligiösen Dialog und in der kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen für Neugier statt Vorurteile ein – ein Engagement, das mit dem Sonderpreis des GBG-Förderpreises ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus engagiere ich mich in der Europa-Union Mannheim e.V. für den europäischen Gedanken jenseits von Parteigrenzen.

Ich stehe für eine moderne, handlungsfähige Demokratie, die Vielfalt nicht verwaltet, sondern nutzt. Für mich ist Europa kein funkelnder Turm, sondern ein geteilter Raum – manchmal unruhig, manchmal klar, aber tragfähig, weil viele ihn mittragen.

Und manchmal reicht dieses Wissen, um zu bleiben.

Förderungen

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